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Fundamente für Offshore-Windpark „Riffgat“ stehen

Alle 30 Fundamente für den von EWE in Kooperation mit ENOVA geplanten Offshore-Windpark „Riffgat“ stehen in leuchtendem Gelb in der deutschen Nordsee: Die Arbeiten an den Gründungsstrukturen sind damit pünktlich zum Abschluss gekommen. Vor der Küste Borkums ist das Baufeld damit für die Ankunft der eigentlichen Windkraftanlagen im kommenden Frühjahr vorbereitet.

 

Alle 30 Fundamente für den von EWE in Kooperation mit ENOVA geplanten Offshore-Windpark „Riffgat“ stehen in leuchtendem Gelb in der deutschen Nordsee: Die Arbeiten an den Gründungsstrukturen sind damit pünktlich zum Abschluss gekommen. Vor der Küste Borkums ist das Baufeld damit für die Ankunft der eigentlichen Windkraftanlagen im kommenden Frühjahr vorbereitet. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir einen wichtigen und herausfordernden Bauabschnitt mit viel Engagement und Erfahrung so erfolgreich bewältigt haben“, sagte Gesamtprojektleiter Wilfried Hube von EWE. „Nun werden wir uns zunächst um die Verkabelung innerhalb des Windparks und die Errichtung des Fundaments für das Umspannwerk kümmern, bevor es dann im kommenden Jahr mit der Installation der Topside des Umspannwerks und der Windkraftanlagen weitergeht.“ Geplant ist, dass ab Sommer 2013 der erste umweltfreundliche Strom fließt und „Riffgat“ jährlich rund 120.000 Haushalte versorgt.

 

Während der rund 80 Bautage seit dem ersten Rammschlag Mitte Juni sind 23.000 Tonnen Stahl verbaut worden. Insgesamt 200 Personen waren für die Arbeiten im Verlauf der vergangenen Wochen auf See tätig. Jedes Fundament besteht aus einem bis zu 70 Meter langen und bis zu 750 Tonnen schweren Gründungspfahl, der bis zu 40 Meter tief in den Meeresgrund getrieben wurde. Hinzu kommt jeweils ein so genanntes Transition Piece, welches später den Turm der Windkraftanlage mit dem Gründungspfahl verbindet.

 

Rammschall erfolgreich unter Grenzwert gedämpft

Beim Setzen der Fundamente kam innovative Technologie zum Schutz der Umwelt zum Einsatz: So wurde der beim Rammen der Gründungspfähle entstehende Schall erstmals im kommerziellen Einsatz mit einer doppelwandigen, röhrenförmigen Schall-Sperrwand aus Stahl gedämpft. Diese wurde über den Gründungspfahl gestülpt und trug im äußeren Doppelrohr eine schallmindernd wirkende Luftschicht sowie im inneren Rohr einen mehrstufig einstellbaren Luftblasenschleier, der den Schall ebenfalls mindert. „Die verschiedenen Messungen haben gezeigt, dass der zum Schutz der Meerestiere vorgegebene Wert von 160 Dezibel bei unseren Rammarbeiten unterschritten wurde“, berichtet Hube.

   

EWE bietet Offshore-Erfahrung auch Dritten an

Die vielfältigen Erfahrungen aus den Offshore-Projekten „Riffgat“ und „alpha ventus“ bietet EWE über die Tochtergesellschaft EWE Offshore Service & Solutions (EWE OSS) auch Dritten an: Neben fachlicher Beratung zu technischen oder logistischen Fragestellungen sowie beim Umgang mit Behörden, Arbeitssicherheit und Umweltschutz unterstützt das Unternehmen auch bei der Umsetzung der Baumaßnahmen und späteren Betriebsführung des Windparks. „Aktuell planen wir keinen weiteren eigenen Offshore-Windpark, sondern konzentrieren uns auf die erfolgreiche Umsetzung von Riffgat und den weiteren Ausbau des Dienstleistungsgeschäftes mit Dritten. Erste Erfolge zeigen hier, dass unsere Erfahrungen in diesem Bereich gefragt sind“, schildert Dr. Jörg Buddenberg, für den Bereich erneuerbare Energien verantwortlicher Geschäftsführer der EWE Vertrieb GmbH. Auf diese Weise bleibe das bei EWE vorhandene Offshore-Know-how weiterhin für die Energiezukunft in Deutschland nutzbar.

 

 

06.09.2012 13:34
Kategorie: Allgemein