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Riffgat: 108 Megawatt für die Energiewende

Im Beisein von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil ist heute in Norddeich die Errichtung des ersten kommerziellen Nordsee-Windparks gefeiert worden. Der Energieversorger EWE (Oldenburg) hat für „Riffgat“ in nur 14 Monaten Bauzeit insgesamt 30 Windkraftanlagen vor Borkum errichtet und steuert damit künftig 108 Megawatt zur Energiewende in Deutschland bei. Der auf See produzierte Strom wird ausreichen, um rund 120.000 Haushalte mit klimafreundlicher Energie zu versorgen. Für EWE ist „Riffgat“ bereits das zweite Engagement in der Nordsee: Schon 2010 hat EWE gemeinsam mit Partnern das Offshore-Testfeld „alpha ventus“ in Betrieb genommen. „Riffgat bringt uns unserem Ziel näher, bis 2020 unsere Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu verdoppeln“, freut sich Dr. Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender der EWE AG.

 

Ministerpräsident Stephan Weil beglückwünschte die Verantwortlichen, aber auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Bauabschluss. Bei dem EWE Offshore-Windpark Riffgat handele es sich um ein Pionierprojekt für Zukunftstechnologien. „Offshore ist eine ganz wesentliche, unverzichtbare Säule der Energiewende. Dazu wird der Riffgat Windpark einen bedeutenden Beitrag leisten“, so Weil. EWE-Chef Brinker unterstrich ebenfalls die Bedeutung der Offshore-Erzeugung für die deutsche Energiezukunft: „Die Offshore-Windkraft ist für uns ein wichtiger Beitrag zur Energiewende, da auf See kontinuierlich große Mengen Ökostrom erzeugt werden können – eine wichtige Voraussetzung, um die Lücke zu füllen, die konventionelle Grundlastkraftwerke im Energiesystem hinterlassen.“ Die bisherige Erfahrung im Betrieb von alpha ventus zeige, dass die Stromausbeute die Erwartungen sogar übersteigt. „Wir sind daher nach meiner Überzeugung gut beraten, der noch jungen Offshore-Branche in Deutschland ausreichend Zeit für die Entwicklung zu geben“, plädiert Brinker. Riffgat zeige, dass die eigentlichen Schwierigkeiten nicht bei der Errichtung auf See lägen, sondern bei einem pünktlichen Netzanschluss. Kürzlich hatte der Netzbetreiber TenneT angekündigt, Riffgat erst im Februar 2014 fertig anzubinden. Brinker zeigt sich darüber verärgert: „Diese Verzögerung enttäuscht uns sehr – sie wäre unseres Erachtens vermeidbar gewesen.“

Das erworbene Offshore-Know-how stellt EWE über die im vergangenen Jahr gegründete Tochter EWE Offshore-Service & Solutions (EWE OSS) nun Dritten zur Verfügung – beispielsweise der Stadtwerkegruppe Trianel. Die EWE OSS wird zudem von der Leitstelle in Norden aus den Betrieb von Riffgat und alpha ventus übernehmen.

 

 

10.08.2013 12:58
Kategorie: Allgemein