Bautagebuch

08/10/13

10. August 2013: Ein Puzzleteil für den Landesvater

Auch wenn wir noch einige Zeit auf den vom Unternehmen TenneT zu erstellenden Netzanschluss für RIFFGAT warten müssen - unser Job ist erfolgreich erledigt und deshalb haben wir heute auch gefeiert. Wer den Tag zufällig am Strand von Norddeich genossen hat, dem wird die prominente Gästeschar und die EWE-Beflaggung am Haus des Gastes aufgefallen sein: Neben dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil und seinem Wirtschaftsminister Olaf Lies waren auch zahlreiche Vertreter von Partnerunternehmen sowie aus Politik und Medien vor Ort. Höhepunkt war sicherlich die symbolische Übergabe der 108 Megawatt Leistung unseres Windparks an den Landesvater - der unseren Beitrag zur Energiewende in Niedersachsen und Deutschland gerne entgegennahm. 

07/17/13

17. Juli 2013: ... 28, 29, 30 - Fertig!

Nachdem wir zur Sicherheit noch einmal durchgezählt haben, ist es jetzt amtlich: Alle 30 Windkraftanlagen für RIFFGAT stehen in drei tadellosen, schnurgeraden Reihen fertig errichtet in der Nordsee. Und das in nur 74 Tagen, so dass durchschnittlich 2,5 Tagen pro Anlage herauskommen - Schlechtwetter und die Fahrten zum Nachladen im dänischen Hafen Esbjerg inklusive. Da geben wir gern zu, dass uns das schon auch ein wenig stolz macht. Stolz sein können aber vor allem die Kollegen vom Kranschiff "Bold Tern", die auf ihrem ersten Einsatz ein tollen Job gemacht haben. Wir wünschen für die Zukunft weiterhin reibungslose Einsätze auf dem Weg in Richtung Energiewende... 

05/04/13

4. Mai 2013: Sonnige Begrüßung für Riffgats Nummer 1...

Für die erste Windmühle zeigte sich die Nordsee im Riffgat-Baufeld von ihrer besten Seite. Bei perfektem Sonnenschein und glatter See liefen die Arbeiten auf und rund um das Kranschiff "Bold Tern" reibungslos, so dass den nächsten 29 Anlagen nichts im Wege steht. Auch unser Offshore-Fotograf nutzte die guten Bedingungen, um eindrucksvolle Bilder von der Szenerie zu machen. Zu finden sind sie in der Rubrik "Presse" - ein Blick lohnt sich.  

02/12/13

12. Februar 2013: Und hepp! Fertig!

Das Umspannwerk ist nun bereit, vom Fluss auf die offene See zu wechseln: In der Nacht auf Dienstag hat das Schwerlast-Kranschiff "Oleg Strashnov" die Stahlkonstruktion an Bord gehoben, wo die Last nun gesichert und für die Seereise ins Riffgat-Baufeld befestigt wird. Am Mittwochmittag werden die Ankerleinen gelöst und am Donnerstagmorgen wird die "Oleg" im Baufeld erwartet. Ab dann bestimmt das Wetter, wann genau der Hub auf das bereits in der Nordsee platzierte Jacket-Fundament stattfindet. Aber die paar Tage können wir nun auch noch warten... ;)  

02/09/13

9. Februar 2013: Klappe auf, Klappe zu...

...so ging das einige Male, als unser Umspannwerk heute seine Reise fortgesetzt hat. Auf der durch Rotterdam fließenden "Nieuwe Maas" gibt es nun einmal so manche Brücke zu passieren. Einige heben sich hoch, andere klappen sich auf und wieder andere sind von unseren Nachbarn hoch genug gebaut worden, damit Stahlgiganten unter ihnen hindurch passen. Verständlich also, dass das "Ballett" der Schlepper mit ihrer schweren Fracht zahlreiche Schaulustige am Ufer faszinierte. Am Ende des Tages war das Umspannwerk wohlbehalten im Containerhafen Rotterdam angekommen. Schritt für Schritt geht es voran...   

02/07/13

7. Februar 2013: 2.035 Tonnen in Bewegung

Jetzt ist das Umspannwerk für unseren Windpark endlich unterwegs zu uns ins Riffgat-Baufeld. Okay, heute waren es nur wenige Meter, aber die hatten es auch in sich. Schließlich galt es, die 38 Meter lange, 34 Meter breite und 16,5 Meter hohe Stahlkonstruktion vom Gelände des Herstellers Strukton/Hollandia in Krimpen a/d IJssel (NL) auf ein Schwimmponton zu bugsieren. Mit Bedacht liegt das Gelände direkt am Wasser, so dass unser Umspannwerk nun bereit dafür ist, in den nächsten Tagen die "Nieuwe Maas" flussabwärts in den Containerhafen Rotterdam gezogen zu werden. Wir sind froh über jeden Meter, den unsere "Steckdose" näher kommt.  

12/24/12

24. Dezember 2012: Warten auf´s Christkind... mit Riffgat

Dass die Zeit ganz unterschiedlich schnell oder eben langsam verrinnen kann, ist keine Neuigkeit. Wenn unsere Offshore-Techniker noch schnell etwas fertig bekommen möchten, bevor das Crewschiff sie von einem der Fundamente abholt, vergeht die Zeit gefühlt viel zu schnell. Wartet zur gleichen ein Kind auf die Bescherung am Heiligabend, vergeht die Zeit hingegen sehr, sehr laaaaaangsaaaam. Weil wir das wissen, schenken wir den jüngsten Besuchern der Riffgat-Homepage heute eine bunte Auswahl an Offshore-Ausmalbildern, Windkraft-Mandalas und Riffgat-Rätseln. Einfach so. Als pdf-Dokument zum Download. Einfach auf den Bereich "Presse" klicken, die Bilderrubrik auswählen und den Ordner "junior Riffgat". 

12/07/12

7. Dezember 2012: "Stecker" für Riffgat angekommen

Es hat sich ja schon herumgesprochen: Ohne Netzanbindung nützen einem die schönsten Windkraftanlagen nichts - der produzierte Strom kommt schlicht nicht an Land. Gefragt ist deshalb etwas, dessen Existenz ansonsten im Riffgat-Projekt bislang nicht nachgewiesen ist: Eine lange Leitung. Das seeseitige Ende dieser Leitung, nämlich des so genannten "Exportkabels", ist heute bei uns im Baufeld angekommen und mit einer 15 Meter langen Kabelreserve auf dem Jacket-Fundament unseres für Februar 2013 angekündigten Umspannwerks fixiert worden. Der Stecker für Riffgat ist also da - jetzt warten alle sehnsüchtig auf die Steckdose. 

09/05/12

5. September 2012: In 80 Tagen eine neue Welt...

In Jules Vernes Klassiker reiste man "in 80 Tagen um die Welt", im Riffgat-Projekt belassen wir es dabei, in dieser Zeit die Fundamente für eine neue Welt vor der Küste Borkums zu errichten. Alle Gründungsstrukturen für die insgesamt 30 Windenergieanlagen stehen in drei exakten Reihen in der Nordsee. Wer in seinem Garten schon einmal Zaunpfähle gesetzt hat, weiß vielleicht, dass die genaue Ausrichtung auf einer Linie leichter klingt, als sie tatsächlich gemacht ist. Das Riffgat-Team - sonst für gutes Augenmaß bekannt - setzte hier dann doch lieber auf moderne Technik...   

06/19/12

19. Juni 2012: "Good Vibrations" (Riffgat-Remix)...

Brian Wilson, legendärer Songschreiber und Gründer der "Beach Boys", feiert morgen seinen 70. Geburtstag und spielt zu diesem Anlass mit den anderen Strandjungs ein Konzert in Montreal. Auch wenn wir es nicht ganz sicher wissen: Sein Hit "Good Vibrations" wird dabei sicher nicht fehlen. Das Riffgat-Team gratuliert, steht im Moment aber natürlich auf ganz andere "Vibrations". Die kommen von dem Gerät, mit dem die Riffgat-Monopiles vom Kranschiff aus in den Meeresgrund getrieben werden. Der Hersteller hat dazu ein kleines Internetvideo ins Netz gestellt, das wir hier gerne verlinken. Viel Spaß!

http://www.youtube.com/watch?v=ViQbHoZ4EZI

06/15/12

15. Juni 2012: Live-Reportage vom ersten Rammschlag

Der erste Rammschlag für unseren Windpark war heute auch für die Reporter ein echtes Erlebnis: Neben dem NDR und dem WDR hatten sich die Ostfriesischen Nachrichten und die Oldenburgische Volkszeitung Plätze auf unserem Crewschiff "Fob Trim" gesichert. Riffgat-Projektleiter Wilfried Hube war dabei wie immer gefragter Gesprächspartner - allerdings unter erschwerten Bedingungen. 

Das Baufeld 15 Kilometer vor Borkum hielt graues Waschküchenwetter, Regen und ordentlich Wellengang bereit. So mancher Magen wurde da tüchtig durcheinandergebracht. Dennoch machten alle tapfer ihren Job und brachten Artikel, Fotos, O-Töne und Filmsequenzen mit in die Redaktionen. Auf dem Rückweg brachte Kapitän Hansen den Trimaran dank genügend PS in eine Art "stabile Seitenlage", so dass bei heißem Kaffee und belegten Brötchen dann auch gesunde Farbe in alle Gesichter zurückkehrte. 

06/13/12

13. Juni 2012: Drei Pfähle... und das Schiff ist voll!

Unser Schwerlast-Kranschiff "Oleg Strashnov" ist ein Gigant von 183 Metern Länge, 47 Metern Breite und beeindruckender Höhe. Man muss es gesehen haben, um die Dimensionen wirklich zu begreifen. Daher neben den Zahlen nur soviel: Manche sagen, wenn es in den Hafen einläuft, verdunkele sich die Sonne. 

Doch auch die Gründungspfähle unserer Windenergieanlagen sind nichts, was man mal eben so auflädt und wegfährt. Die Monopiles sind 70 Meter lang, rund 6 Meter im Durchmesser und bis zu 800 Tonnen schwer. Kein Wunder also, dass die "Oleg" (wir sind schon beim "Du"...;) pro Fahrt "nur" drei von ihnen mitnehmen kann. Okay, wir wollen fair bleiben: Hinzu kommen drei Transition Pieces (die wiegen ja auch was) und das Schallschutzsystem, welches beim Rammen der Pfähle rund 80 Prozent des Schalls schluckt.

Um es auf den Punkt zu bringen: Das Laden der drei ersten Gründungspfähle im niederländischen Hafen Vlissingen war ein echtes Schauspiel und für die Mitglieder des Riffgat-Projektes natürlich Gänsehaut pur, denn jetzt geht es langsam richtig los. Wir sagen: Gute Reise!   

06/08/12

8. Juni 2012: It`s only Rock´n´Roll...

...wussten schon die "Rolling Stones", die heute mal wieder im Riffgat-Baufeld präsent sind. Denn das berühmte Logo der dienstältesten Rockband der Welt - die knallrote Stones-Zunge - prangt gut sichtbar auf der Front der "Tideway Rollingstone". Die Besatzung hat offenbar Humor. Denn bei dem Schiff ist der Name tatsächlich Programm. Das "Fall Pipe Vessel", zu deutsch: Fallrohrschiff, bringt Steine ins Rollen. Die lädt es im einem norwegischen Fjord ein und lässt sie dann bei uns durch eine große Röhre gezielt an die 30 Standorte der Windkraftanlagen rutschen. So ist der Sand am Meeresboden befestigt und die Gründungspfähle werden nicht von der Strömung freigespült. Bisher gehen die Arbeiten gut voran, das Schiff ist drei Mal zwischen dem norwegischen Steinbruch und dem Riffgat-Baufeld gependelt und heute zur letzten Schüttung zurückgekehrt. Wir zitieren die Stones (sinngemäß) zu Ende und sagen: "We know, it´s only Rock´n´Roll, but we like it!"

Auch die Nordwest-Zeitung fand die Kolkschutzarbeiten (so der Fachbegriff) interessant und ist mit unserem Crewschiff "Fob Trim" hinausgefahren. Hier der Bericht:  

http://www.nwzonline.de/Region/Artikel/2885259/Die-Baustelle-gleich-hinter-der-Boje.html   

06/04/12

4. Juni 2012: Gelbe Röhren gleiten durch Belgien

So viel Aufmerksamkeit werden unsere Transition Pieces wohl nicht so schnell wieder bekommen, wenn sie erst einmal im Baufeld angelangt sind: Von ihrem Herstellungsort im belgischen Willebroek wurden die gelben Stahlröhren, die später den Gründungspfahl mit dem Turm der Windenergieanlage verbinden, per Binnenschiff Richtung Vlissingen (Niederlande) transportiert. Insbesondere bei Ortsdurchfahrten waren die majestätisch dahingleitenden hohen Türme für viele Einheimische ein echter Hingucker. In Vlissingen angekommen, werden die Transition Pieces dann gemeinsam mit den Gründungspfählen auf unser Schwerlast-Kranschiff geladen und ins Baufeld transportiert. Bis dahin bleiben sie weiter Publikumsliebling in Belgien.   

05/30/12

30. Mai 2012: Aus dem Süden in die raue Nordsee...

Gebaut im sonnigen Spanien, aber bestimmt für die raue Nordsee, sind die 30 Gründungspfähle für unseren Windpark. Jetzt heißt es für die Monopiles in Aviles also Abschied nehmen und in den kalten Norden umziehen. Immerhin gewähren wir einen Zwischenstopp in Vlissingen (Niederlande), so dass sie sich kurz akklimatisieren können, bevor sie von unserem Kranschiff abgeholt und ins Baufeld gebracht werden. Wir haben ja schließlich kein Herz aus Stahl... bzw. eben doch ;)  

02/20/12

20. Februar 2012: Ein Schiff wird kommen...

Die "Brave Tern" wird uns im kommenden Frühjahr die eigentlichen Windkraftanlagen ins Baufeld bringen - sprich: Turmelemente, Gondeln und Rotorblätter. So die Theorie. Denn: Das Schiff wird derzeit noch gebaut. Da ist es für das ganze Riffgat-Team beruhigend zu sehen, dass der Koloss schon schwimmen kann - wie folgendes Internetvideo vom so genannten "Float off", also dem zu-Wasser-lassen, eindrucksvoll beweist:

Float Off der "Brave Tern"