Umspannwerk
Technische Skizze von der Topside des Riffgat-Umspannwerks (Zeichnung: EWE ENERGIE AG)

Die unbemannte Umspannstation des Offshore-Windparks "Riffgat" besteht aus drei Ebenen: Kabeldeck, Hauptdeck und aufgesetztes Helikopter-Landedeck. Die „Topside“ genannte Oberseite der Station mit den genannten drei Decks ist 33 Meter lang, 32 Meter breit und zwölf Meter hoch. Die Unterkante der "Riffgat"-Station befindet sich dabei rund 21 Meter über dem vor Ort niedrigsten Gezeiten-Wasserstand. Das Kabeldeck liegt nach dieser Rechnung in rund 23 Metern Höhe, das Hauptdeck in 28 Metern Höhe und das Helikopter-Deck ist mit 36 Metern die höchste Fläche der Station. Die Wassertiefe am Standort beträgt rund 20 Meter. Neben den elektrotechnischen Einrichtungen sind auf der "Riffgat"-Station weitere Komponenten installiert, z.B. die Brandschutzeinrichtung, die Betriebsüberwachung, eine Netzersatzanlage sowie die erforderliche Sicherheitstechnik.

Die Umspannstation gründet sich auf einem so genannten „Jacket“: Dabei handelt es sich um eine Art Fachwerkskonstruktion aus Stahl, die im Aussehen einem Strommast ähnelt. Durch die vier Standbeine hindurch wird das Jacket mit Pfählen im Meeresboden verankert – diese „piling through legs“ genannte Technik stammt aus der Öl- und Gasindustrie und wird nun erstmals für einen deutschen Offshore-Windpark genutzt. Aus dem technischen Erfahrungsschatz der Öl- und Gasgewinnung auf See stammt auch die im Offshore-Windpark "Riffgat" eingesetzte Verbindung zwischen Jacket und Topside mittels so genannter „crown plates“, bei der kronenförmig-gezackte Stahlformen ineinandergreifen.