Windkraftanlagen

Im Offshore-Windpark „Riffgat“ entstehen 30 Siemens-Windkraftanlagen der 3,6 Megawatt-Klasse. Es handelt sich dabei um das Modell SWT-3.6-120 mit einer Gesamthöhe von 150 Metern (gemessen von der Wasseroberfläche bis zur obersten Spitze des Rotors). Die Nabenhöhe (Achse des Rotors) beträgt 90 Meter. Die Plattform, von der aus die Anlage betreten werden kann, liegt 21,5 Meter über der Wasseroberfläche. Allein die Gondel der Windkraftanlage hat ein Gewicht von rund 180 Tonnen, hinzu kommen weitere 90 Tonnen für die drei Teile des Turms. 

Die Verankerung im Meeresboden erfolgt bei "Riffgat" mit bis zu 70 Meter langen und bis zu 720 Tonnen schweren Pfählen („Monopiles“), die in den Grund eingerammt werden. Dieser Vorgang dauert zwischen drei und sechs Stunden pro Pfahl. Zum Einsatz kommt dabei ein Rammhammer mit einer Rammenergie von 2.000 Tonnen. Die Verbindung zwischen „Monopile“ und Transition Piece der Windkraftanlage wird im Offshore-Windpark "Riffgat" mittels einer konischen Grout-Verbindung hergestellt. Dabei handelt es sich um Rohr-in-Rohr-Steckverbindungen, bei der Stahlzylinder übereinander gefädelt werden. Der Zwischenraum wird mit hochfesten Mörteln vergossen. 

Um zu verhindern, dass die Gründungspfähle nach einiger Zeit vom Wasser freigespült werden, wird ein so genannter Kolkschutz eingebracht. Dabei wird an den 30 Standorten der "Riffgat"-Windkraftanlagen vor dem Rammen der Pfähle eine Filterschicht aus Steinkies von rund 50 Zentimetern Dicke auf dem Meeresboden verteilt. Nach dem Rammen der Gründungen bildet eine bis zu 60 Zentimeter hohe Deckschicht den Abschluss der Befestigungsarbeiten. 

Fertiger Riffgat-Monopile auf dem Gelände des spanischen Herstellers IDESA (Foto: IDESA)
Transition Piece auf dem Gelände der Herstellers G&G International
Aussehen der Siemens Windkraftanlage SWT-3.6-120