Ökologische Begleitung und Lärmschutz
Noise Mitigation System im Testeinsatz
Funktionsweise des Geräuschminderungs-Systems. (Zeichnung: EWE ENERGIE AG)

Fester Bestandteil des Riffgat-Projektes ist ein umfassendes Monitoring zum Schutz von Rast- und Zugvögeln, marinen Säugern und Fischen, Benthos, Flora und Fauna. Neben Sonarmessungen sind u.a. Überflüge über das Areal, der Einsatz von Klickdetektoren sowie Forschungsfahrten per Schiff Bestandteile des Monitorings.

Während der Bauphase steht darüber hinaus der Lärmschutz stark im Vordergrund: Hierbei kommt das innovative Geräuschminderungs-System NMS-6900 (Noise Mitigation System) des niederländischen Herstellers IHC Offshore Systems erstmals kommerziell zum Einsatz. Das System reduziert die Geräusche, die entstehen, wenn die insgesamt 30 Fundament-Stahlpfähle (Monopiles) der Windkraftanlagen in den Meeresgrund eingerammt werden. Negative Effekte auf Meerestiere – durch die Übertragung des Schalls im Wasser – werden so minimiert.

Das NMS 6900 besteht aus einer doppelwandigen, röhrenförmigen Schall-Sperrwand aus Stahl, die über den Monopile gestülpt wird und diesen umschließt. Variable Führungsrollen sorgen dabei für einen gleichmäßigen Abstand. In dem äußeren Doppelrohr befindet sich eine schallmindernd wirkende Luftschicht. Im inneren Rohr wird rund um den Monopile zusätzlich ein mehrstufig einstellbarer Luftblasenschleier erzeugt, der den Schall ebenfalls mindert.