Häufig gestellte Fragen

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1. Was ist Riffgat?

Unter dem Namen „Riffgat“ ist ein Offshore-Windpark geplant, der aus 30 Windkraftanlagen besteht. Die Windkraftanlagen der 3,6 Megawatt-Klasse entstehen auf einer Fläche von rund sechs Quadratkilometern, welche von einer 500 Meter breiten Sicherheitszone umgeben ist. Die Gesamtfläche inklusive der Sicherheitszone  beträgt damit 13,2 Quadratkilometer, die Wassertiefe  innerhalb des Gebietes variiert zwischen 18 und 23 Metern.

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2. Wo liegt Riffgat?

Das Projektgebiet befindet sich rund 15 Kilometer nordwestlich der Insel Borkum in der Nordsee und damit innerhalb der niedersächsischen Zwölf-Seemeilen-Zone.

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3. Wer betreibt Riffgat?

Auftraggeber und Betreiber des Windparks ist die Offshore-Windpark RIFFGAT GmbH & Co. KG, eine gemeinsame Gesellschaft der EWE Energie AG (90 Prozent) und der ENOVA Energiesysteme GmbH & Co KG (10 Prozent).

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4. Woher kommt der Name Riffgat?

Der Name bezeichnet ein benachbartes, historisches Seegebiet vor Borkum. Er bedeutet so viel wie „Tor zum Riff“, also die Durchfahrt durch das Borkum-Riff.

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5. Wann beginnt der Bau und wann werden die Arbeiten voraussichtlich abgeschlossen sein?

Die Arbeiten beginnen im Mai 2012 mit dem Befestigung des Meeresbodens an den 30 Standorten und ab Juni mit dem Rammen der Fundamente (Monopiles). Im Verlauf des Sommers wird auch die Innerparkverkabelung und die Errichtung des Umspannwerkes auf See realisiert. Geplant ist, die Gondeln und Rotoren der Windkraftanlagen im Frühjahr 2013 in der Nordsee zu errichten, so dass im Sommer 2013 der erste Strom ins deutsche Netz fließen kann.

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6. Wie hoch sind die Kosten für den Bau von Riffgat?

Die Projektpartner investieren rund 450 Millionen in den Bau von „Riffgat“.

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7. Wie kommt der produzierte Strom an Land und wie wird er genutzt?

Für den Meereswindpark wird ein Umspannwerk auf See errichtet, welches die Windkraftanlagen mit dem deutschen Energienetz verbindet. Der produzierte Windstrom wird so über eine Einzelanbindung in das deutsche Stromnetz geleitet. Vom Umspannwerk in der Nordsee werden östlich der Insel Borkum dazu entlang der Oosterems-Trasse entsprechende Seekabel verlegt. Das Windkraftwerk soll künftig eine aktive Rolle im Energieversorgungssystem der Region einnehmen.

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8. Welche Leistung hat Riffgat, d.h. wie viel Strom kann produziert werden?

Insgesamt erreicht der Windpark eine Kapazität von 108 Megawatt und kann damit rund 120.000 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom versorgen.

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9. Welche Auswirkungen wird Riffgat auf den Tourismus der ostfriesischen Inseln haben?

Borkum-Touristen werden „Riffgat“ am Horizont mit bloßem Auge erkennen können, die Anlagen haben dann eine Höhe von ungefähr zwei bis drei Zentimetern. Mit der Nähe zur Insel wird „Riffgat“ der einzige deutsche Offshore-Windpark sein, der von Touristen in einer vertretbaren Zeit erreicht werden kann. Es ist denkbar, dass Ausflugsfahrten zum „Windpark-Watching“ stattfinden können, wobei das direkte Befahren des Projektgebietes in der Bauphase aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt ist. Der Schiffsverkehr darf sich jedoch bis auf einen Sicherheitsabstand von 500 Meter annähern.

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10. Welche Auswirkungen hat der Betrieb der Anlagen auf die Umwelt?

Mit Bau und Betrieb des Meereswindparks soll vor allem der Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben und ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung geleistet werden. Damit verbunden ist das Ziel, den CO2-Ausstoß zu senken und dem Klimawandel entgegenzuwirken. Fester Bestandteil des Riffgat-Projektes ist zudem ein umfassendes Monitoring zum Schutz von Rast- und Zugvögeln, marinen Säugern und Fischen, Benthos, Flora und Fauna. Neben Sonarmessungen sind u.a. Überflüge über das Areal, der Einsatz von Klickdetektoren sowie Forschungsfahrten per Schiff Bestandteile des Monitorings.