Tourismus

Borkum-Touristen werden Riffgat am Horizont mit bloßem Auge erkennen können – als Faustregel kann hier gelten, dass die Windkraftanlagen vom Strand aus betrachtet ungefähr die Höhe des Daumennagels am ausgestreckten Arm haben werden.  

Mit der Nähe zur Insel ist Riffgat der einzige deutsche Offshore-Windpark, der mit bzw. von Touristen in einer vertretbaren Zeit und mit angemessenem Aufwand erreicht werden kann. Laut Sicherheitsbestimmungen dürfen sich Schiffe dem Areal des Windparks bis auf 500 Meter nähern, so dass Ausflugsfahrten zum „Windpark-Watching“ insbesondere in Zeit eines großen gesellschaftlichen Interesses an der Energiewende in Deutschland denkbar sind. Auch Hobby-Segler können den Windpark mit ihren Schiffen von Borkum aus gut erreichen.    

Während der Bauphase wird das Riffgat-Team auf Borkum neben Hallen und Freifläche zum Lagern von Material auch Büroräume und Unterkünfte für rund 20 Mitarbeiter inklusive Verpflegung benötigen. Das Team wird zu diesem Zweck ein Containerdorf an der Ostkaje des Hafenbeckens beziehen und so stets in unmittelbarer Nähe des Schwimmpiers Nr. 6 sein, von dem aus die Schiffe Richtung Baufeld starten. Auf Borkum wird dann auch ein Helikopter für das Projekt stationiert sein. Hinzu kommen Mitarbeiter der beauftragten Firmen Siemens, Nexans und Tennet. In der Betriebsphase werden zudem an rund 60 bis 75 Tagen im Jahr Servicekräfte auf der Insel untergebracht.